Welchen Fugenmörtel verwende ich zum Ausfugen von Natursteinen im Bodenbereich?
Entweder den Feinfugenmörtel Cristallfuge (für Fugenbreiten bis 7 mm) oder die ASO-Flexfuge (für Fugenbreiten bis 20 mm).
Was für Vorteile bringt ein Fliesenbelag?
Ein besonderer Pluspunkt für Fliesenbeläge aller Arten ist die Hygiene. Sie lassen sich leicht reinigen und bieten keine Möglichkeit zum Keimwachstum. Bakterien, Pilzsporen und andere Krankheitserreger können sich nicht einnisten. Die antistatische Eigenschaft lässt Allergiker aufatmen, da Staub und Milben einfach zu entfernen sind. Darüber hinaus ist Keramik umweltfreundlich und ökologisch wertvoll. Sie ist geruchs- und geschmacksneutral, dünstet nichts aus und nimmt nicht ungewollt Stoffe aus der Umwelt auf. Und da Fliesen in der Regel eine lange Lebensdauer haben, gewinnt auch hier die Umwelt. Fliesen sind ein idealer Bodenbelag für eine energiesparende Fußbodenheizung, da die Wärme der Heizung gut durch Stein- und Keramikböden gelangen kann.
Wie kann man einen vorhandenen Untergrund prüfen, ob er zum Fliesenverlegen geeignet ist?
Die Prüfung und Vorbereitung des Untergrundes ist ein wesentlicher Bestandteil der handwerklichen Leistung. Gemäß VOB ist der Auftragnehmer verpflichtet, den Untergrund fachmännisch zu prüfen. Mangelhaft vorbereitete Untergründe sind oft der Grund für Schäden an den verlegten Belägen aus Fliesen und Platten. Durch eine fachgerechte Untergrundvorbereitung wird ein optimaler Haftverbund des Belages aus Fliesen und Platten hergestellt. Zu einer vollständigen Untergrundprüfung gehören folgende Schritte:
1. Inaugenscheinnahme.
2. Prüfung der Ebenheit: Die zulässigen Maßtoleranzen sind in der DIN 18202 „Maßtoleranzen im Hochbau“ beschrieben. Die Prüfung erfolgt mit einer Messlatte und einem Messkeil.
3. Wischprüfung: Durch das Wischen mit der flachen Hand über die Oberfläche können Verschmutzungen (z. B. Staub) festgestellt werden.
4. Klopfprüfung Durch Klopfen – z. B. mit einem stumpfen Hammer – lassen sich Hohlstellen anhand von Änderungen im Klangbild erkennen.
5. Benetzungsprüfung: Durch das Auftragen von Wasser – z. B. mit einer Bürste – wird die Saugfähigkeit des Untergrundes geprüft. Das Wasser muss binnen kurzer Zeit vom Untergrund aufgenommen werden. Ist dieses nicht der Fall, kann dies ein Indiz für zu hohe Feuchtigkeit, Trennmittelrückstände, Zementschlämmen oder ähnliches sein.
6. Hammerschlagprüfung: Die Prüfung dient zur Feststellung dünner, harter Schichten über darunter befindlichen weichen Zonen. Die harte Schale in der Oberfläche des Untergrundes bricht bei der Prüfung in Stücken heraus.
7. Gitterritzprüfung: Durch das rautenförmige Einritzen der Oberfläche des Untergrundes mit dem Gitterritz-Prüfgerät kann die Oberflächenbeschaffenheit (Schichten, Härte etc.) beurteilt werden. An den Schnittpunkten dürfen bei gleichzeitiger Ritzbarkeit keine Ausbrüche vorhanden sein.
8. Feuchtigkeitsmessung: Die Feuchtigkeitsmessung ist eine Prüfung zur Bestimmung der Belegreife des Untergrundes. Der maximale Feuchtegehalt für die Verlegung von Fliesen und Platten darf bei Zementestrichen (auf Trennlage oder Dämmung) 2,0 % und bei Calciumsulfatestrichen 0,5 % (unbeheizt) und 0,3 % (beheizt), gemessen mit CM-Messgerät, betragen. Mit elektronischen Feuchtemessgeräten kann zwar eine zerstörungsfreie Messung durchgeführt werden, da jedoch die Genauigkeit nicht gegeben ist, bieten diese allenfalls einen Anhaltswert.
Was versteht man unter Untergrundvorbereitung?
Um haftungsmindernde und nicht tragfähige Schichten, wie z. B. Staub, Schmutz, Schlämpe, Sinterschichten, Anstriche, Spachtelungen etc. zu entfernen, eignen sich mechanische Verfahren, wie z. B. Fegen, Sandstrahlen, Kugelstrahlen, Höchstdruck-Wasserstrahlen, Schleifen, Fräsen etc. Vorhandene Risse im Untergrund müssen vor der Verlegung der Fliesen und Platten mit Reaktionsharz geschlossen werden. Sollten Bewegungen im Rissbereich eines schwimmenden Estriches nicht ausgeschlossen werden können, muss dieser im Fliesen- bzw. Plattenbelag als Bewegungsfuge übernommen werden. Ist dies aufgrund des Rissverlaufes nicht möglich, ist der Riss mit Reaktionsharz zu schließen und daneben eine zum Fliesenraster passende Fuge in den Estrich zu schneiden.
Wozu benötigt man eine Grundierung?
Um die Saugfähigkeit bei stark saugenden Untergründen einzuschränken und auch den Haftverbund bei nichtsaugenden Untergründen zu verbessern, werden – je nach Anwendungsfall und Verlegesystem – Grundierungen auf Basis von Dispersion oder Epoxidharz aufgetragen.
Ist eine Abdichtung im feuchtigkeitsbeanspruchten Bereich unter einem Fliesenbelag notwendig?
Fliesen- und Plattenbeläge sind bedingt durch ihre Verfugung soweit wasserdurchlässig, dass sie in feuchtigkeitsbelasteten Bereichen einer Abdichtung bedürfen, um den Untergrund vor Feuchtigkeit zu schützen. Je nach Beanspruchungsklasse muss das entsprechende System verwendet werden.
Weitere Informationen:
Matrix

Wann kann man auf einen neu eingebauten Zementestrich Fliesen verlegen?
Zunächst muß eine Feuchtigkeitsprüfung durchgeführt werden. Der CM-Feuchtigkeitsgehalt darf bei Estrich auf Dämmung oder Trennlage 2,0 CM % nicht übersteigen. Heizestriche müssen vorab aufgeheizt werden. Bei CT-Estrichen im Verbund entfällt eine Feuchtigkeitsmessung. Zum Verlegen der Fliesen können Dünnbettmörtel wie z.B. AK7P, SOLOFLEX, LIGHTFLEX usw. verwendet werden. Durch die Verwendung des hochflexiblen Fliesenklebers UNIFIX-S3/UNIFIX-2K können auf einem jungen Zementestrich, sobald er begehbar ist, Fliesen verlegt werden. Bei der Verlegung auf jungen Zementestrichen, ist der noch nicht abgeschlossene Abbindeprozess des Estrichs und die daraus resultierende geringere Festigkeit zu berücksichtigen. Es dürfen keine schweren Lasten auf den Untergrund abgestellt werden. Sinterschichten müssen vor dem Verlegen der Fliesen entfernt werden. Das Verlegen der Fliesen auf einen jungen Zementestrich ist als Sonderkonstruktion zu bewerten und mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Was muss ich beachten, wenn ich Fliesen auf einen Calciumsulfatestrich verlegen möchte?
CA-Fließestriche müssen angeschliffen, abgesaugt und wie alle CA-gebundenen Untergründe mit z. B. ASO-Unigrund-K, ASO-Unigrund-GE oder ASO-Unigrund-S grundiert werden. Heizestriche müssen vor den Belagsarbeiten nach den anerkannten Regeln der Technik aufgeheizt werden. Für die Beurteilung der Belegereife ist eine Feuchtemessung mit dem CM-Gerät durchzuführen (CA-Estriche ohne Fußbodenheizung: 0,5 CM %, CA-Estriche mit Fußbodenheizung: 0,3 CM %). Geeignete Fliesenverlegemörtel sind z. B. MONOFLEX-FB-SE, LIGHTFLEX, SOLOFLEX.
Gibt es einen geeigneten Fliesenverlegemörtel, um Fliesen auf einen Calciumsulfatestrich mit erhöhter Restfeuchte zu verlegen?
CA-Fließestriche müssen angeschliffen, abgesaugt und mit ASO-Unigrund-K oder ASO-Unigrund-GE oder ASO-Unigrund-S grundiert werden. Der Feuchtigkeitsgehalt in calciumsulfatgebundenen Estrichen muss vor der Verlegung nach der CM-Methode bestimmt werden. Sollen keramische Fliesen und Platten auf calciumsulfatgebundenen Estrichen mit höheren Feuchtigkeiten als in den aktuellen Regelwerken angegeben verlegt werden, so können max. 1,5 % bei unbeheizten und 1,0 % bei beheizten Konstruktionen akzeptiert werden.
Der zu verlegende Belag muss in diesem Fall einen Mindestfugenanteil von 2 % aufweisen (Fliese 40/40, 4 mm Fuge), bei diffusionsoffenen Fliesen kann der Fugenanteil auch geringer sein. Geeignete Fliesenverlegemörtel: UNIFIX-AEK.
Das Verlegen von Fliesen auf einen noch nicht belegereifen Untergrund ist als Sonderkonstruktion zu bewerten und mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Wie muss ein Gussasphaltestrich beschaffen sein, um ihn mit Fliesen zu belegen?
Um Fliesen auf einen Gussasphaltestrich zu verlegen, muss dieser mind. eine Güte von AS-IC 10 und eine Mindestdicke von 25 mm besitzen. Der Gussasphaltestrich muss zu allen aufgehenden Bauteilen eine Bewegungsfuge von 10 –15 mm aufweisen, die bis in den Oberbelag zu übernehmen ist. Handelt es sich bei dem Gussasphalt um einen neu erstellten Estrich, so ist darauf zu achten, dass dieser voll deckend mit Quarzsand abgestreut ist. Ist dies nicht der Fall muss vor der Abdichtung und Fliesenverlegung der Untergrund mit einem Epoxidharz wie ASODUR-GBM grundiert und im frischen Zustand mit Quarzsand der Körnung 0,2 – 0,7 mm abgestreut werden. Geeignete Fliesenverlegemörtel: UNIFIX-S3-FAST, LIGHTFLEX, MONOFLEX-FB-SE.
Wie kann man Fliesen auf Spanplatten und Dielenböden verlegen?
Holzuntergründe müssen sauber, trocken und tragfähig sein. Holzspanplatten müssen im Verbund verlegt, verschraubt und verleimt sein. Schadhafte Holz-/Holzdielenuntergründe sind auszutauschen, lose Holzdielen fachgerecht zu befestigen (z. B. schrauben etc.). Fugen zwischen Dielenbrettern mit einer geeigneten Acrylfugmasse schließen. An aufgehenden Bauteilen ist ein Abstand von mind. 5 mm durch Anlegen des selbstklebenden Randdämmstreifens RD-SK50 herzustellen.
Eine besonders schnelle und wasserfreie Lösung für gleichzeitigen Ausgleich von Untergründen bietet der leichte Epoxidharzestrich ASODUR-LE. Geeignete Fliesenverlegemörtel: UNIFIX-S3-FAST, LIGHTFLEX, MONOFLEX-FB-SE.
Eine andere Alternative bietet die wärmedämmende Trittschall- und Entkopplungsplatte STEPBOARD 9 mm oder 15 mm. Hier kann der Holzuntergrund im Vorhinein mit der Holzbodenspachtelmasse HSM-11 ausgeglichen werden. Nachdem die Ausgleichmasse trocken ist, verlegt man die Entkopplungsplatte mit einem entsprechenden Fliesenverlegemörtel z. B. MONOFLEX-FB-SE. Die Platten sind im Verband zu verlegen d.h. Kreuzfugen sind auszuschließen. Auf die verlegten STEPBOARD können dann Fliesen mit dem Fliesenverlegemörtel MONOFLEX-FB-SE oder LIGHTFLEX verlegt werden.
Welche Voraussetzung muss ein alter Fliesenbelag erfüllen, bzw. was für Vorbereitungen müssen getroffen werden, um Fliesen auf einen alten vorhandenen Fliesenbelag verlegen zu können?
Der vorherige Fliesenbelag muss fest und tragfähig sein, lose Bereiche sind zu entfernen und mit Zementmörtel MGIII zu egalisieren. Der Untergrund muss gereinigt und alle haftungsmindernden Bestandteile, wie z. B. Kalk, Fett, Schmutz etc. müssen entfernt werden. Risse im Untergrund sind mit Reaktionsharz zu verharzen (ASODUR-K900). Ein Anschleifen des alten Fliesenbelages erhöht die Anhaftung der Grundierung oder Kontaktspachtelung. ASO-UNIGRUND-S ist eine spezielle Schnellhaftgrundierung für saugende und nicht saugende Untergründe. Auf einen vorbereiteten alten Fliesenuntergrund wird ASO-UNIGRUND-S unverdünnt im Kreuzgang mit einer Lammfellrolle aufgetragen. Mit den Fliesenverlegemörtel LIGHTFLEX, SOLOFLEX, AK7P können dann, nach dem Abtrocknen der Grundierung die Fliesen verlegt werden.
Klebstoffreste befinden sich auf einen vorhandenen Zementestrich. Was muss ich tun um Fliesen verlegen zu können?
Wasserlösliche Farben oder Klebstoffreste müssen entfernt werden. Lack- bzw. Ölfarben müssen ggf. angeschliffen werden. Aufsteigende Feuchtigkeit, aus dem Untergrund ist aus zu schließen bzw. zu verhindern. Grundieren der gesäuberten Fläche mit der schnelltrocknenden, quarzgefüllten Dispersionsgrundierung ASO-UNIGRUND-S. Mit den Fliesenverlegemörtel LIGHTFLEX, SOLOFLEX-FAST, MONOFLEX-FB-SE können dann, nach dem Abtrocknen der Grundierung die Fliesen verlegt werden.
Was für Systeme bietet SCHOMBURG um Fliesen und Platten im Außenbereich auf Balkonen und Terrassen zu verlegen? Was muss beachtet werden?
Für die feste Verlegung von Stein und Keramik auf Balkonen und Terrassen ist die Wahl geeigneter Systeme sehr wichtig. Auf Grund der unterschiedlichen Ausdehnung der eingesetzten Materialien kommt es durch die dort auftretenden Temperaturänderungen zu Spannungen im Schichtenaufbau. Diese müssen dauerhaft kompensiert werden, damit es nicht zum Bruch im Schichtenaufbau kommt. Des Weiteren sind die Kantenlängen der Felder dieser Beläge je nach Stärke der Temperaturbelastung auf 2 – 5 m zu begrenzen. Die Felder sollten ein möglichst gedrungenes Seitenverhältnis von bis zu 1:2 besitzen. Ein Gefälle von 2 % muss vorhanden sein bzw. eingebaut werden.
SCHOMBURG bietet zwei Systeme zur Auswahl.
System 1: Abdichtung mit AQUAFIN-RS300 bzw. AQUAFIN-2K/M und die Fliesenverlegung mit dem hochflexieblen, zweikomponentigen Fliesenverlegemörtel UNIFIX-S3 bzw. UNIFIX-S3-FAST.
System 2: Abdichtung mit der ADF-Balkonfolie und Fliesenverlegung mit dem ADF-Systemkleber oder ADF-Systemkleber-FB.
Ein Zementestrich muss vor dem Fliesenverlegen ausgeglichen werden - was empfehlen Sie?
Sollen Zementestriche ausgeglichen werden kommt der Fließspachtel SOLOPLAN 30 zum Einsatz. Dieser wird in einer Schichtdicke von 3–30 mm zum Glätten, Spachteln, Ausgleichen und Nivellieren eingesetzt. Bei Schichtdicken ≤ 20 mm, Beton und Zementestrich mit ASO-Unigrund-GE grundieren. Bei Schichtdicken > 20 mm, Untergründe mit ASODUR-GBM grundieren und mit Quarzsand der Körnung 0,5 –1,0 mm im Überschuss abstreuen. Rand-, Feld-, Gebäudetrenn- und Bewegungsfugen sind zu übernehmen bzw. an vorgesehener Stelle einzubauen und mit geeigneten Mitteln, z. B. Randdämmstreifen RD-SK50, abzustellen! SOLOPLAN-30 ist bei Schichtdicken ≤ 20 mm nach ca. 16 Stunden mit Fliesen und Platten belegbar.
Vorhandene Unebenheiten in einem Calciumsulfatestrich müssen ausgeglichen werden - wie ist die Vorgehensweise?
CA-Estriche müssen angeschliffen, abgesaugt und mit ASO-Unigrund grundiert werden. Rand-, Feld-, Gebäudetrenn- und Bewegungsfugen sind zu übernehmen bzw. an vorgesehener Stelle einzubauen und mit geeigneten Mitteln, z. B. Randdämmstreifen RD-SK50, abzustellen! Eine geeignete Nivelliermasse ist ASO-NM15. ASO-NM15 kann in einer Schichtdicke von 2 mm – 30 mm eingebaut werden.
Ein nicht ebener Gussasphaltestrich soll ausgeglichen werden, was für eine Ausgleichmasse ist geeignet?
Handelt es sich bei dem Gussasphalt um einen neu erstellten Estrich, so ist darauf zu achten, dass dieser voll deckend mit Quarzsand abgestreut wurde. Ist dies nicht der Fall muss vor dem Ausgleichen der Untergrund mit einem Epoxidharz wie ASODUR-GBM grundiert und im frischen Zustand mit Quarzsand der Körnung 0,2 – 0,7 mm abgestreut werden. Der Vorhandene Gussasphaltestrich muss mind. eine Güte von AS-IC 10 besitzen. Bei Gussasphaltestrich der Härteklasse IC10 ist ein Ausgleich bis zu einer Schichtdicke von maximal 10 mm mit der Nivelliermasse ASO-NM15 möglich. Der Gussasphaltestrich muss zu allen aufgehenden Bauteilen eine Bewegungsfuge von 10–15 mm aufweisen, die bis in den Oberbelag zu übernehmen ist.
Entweder den Feinfugenmörtel Cristallfuge (für Fugenbreiten bis 7 mm) oder die ASO-Flexfuge (für Fugenbreiten bis 20 mm).
Was für Vorteile bringt ein Fliesenbelag?
Ein besonderer Pluspunkt für Fliesenbeläge aller Arten ist die Hygiene. Sie lassen sich leicht reinigen und bieten keine Möglichkeit zum Keimwachstum. Bakterien, Pilzsporen und andere Krankheitserreger können sich nicht einnisten. Die antistatische Eigenschaft lässt Allergiker aufatmen, da Staub und Milben einfach zu entfernen sind. Darüber hinaus ist Keramik umweltfreundlich und ökologisch wertvoll. Sie ist geruchs- und geschmacksneutral, dünstet nichts aus und nimmt nicht ungewollt Stoffe aus der Umwelt auf. Und da Fliesen in der Regel eine lange Lebensdauer haben, gewinnt auch hier die Umwelt. Fliesen sind ein idealer Bodenbelag für eine energiesparende Fußbodenheizung, da die Wärme der Heizung gut durch Stein- und Keramikböden gelangen kann.
Wie kann man einen vorhandenen Untergrund prüfen, ob er zum Fliesenverlegen geeignet ist?
Die Prüfung und Vorbereitung des Untergrundes ist ein wesentlicher Bestandteil der handwerklichen Leistung. Gemäß VOB ist der Auftragnehmer verpflichtet, den Untergrund fachmännisch zu prüfen. Mangelhaft vorbereitete Untergründe sind oft der Grund für Schäden an den verlegten Belägen aus Fliesen und Platten. Durch eine fachgerechte Untergrundvorbereitung wird ein optimaler Haftverbund des Belages aus Fliesen und Platten hergestellt. Zu einer vollständigen Untergrundprüfung gehören folgende Schritte:
1. Inaugenscheinnahme.
2. Prüfung der Ebenheit: Die zulässigen Maßtoleranzen sind in der DIN 18202 „Maßtoleranzen im Hochbau“ beschrieben. Die Prüfung erfolgt mit einer Messlatte und einem Messkeil.
3. Wischprüfung: Durch das Wischen mit der flachen Hand über die Oberfläche können Verschmutzungen (z. B. Staub) festgestellt werden.
4. Klopfprüfung Durch Klopfen – z. B. mit einem stumpfen Hammer – lassen sich Hohlstellen anhand von Änderungen im Klangbild erkennen.
5. Benetzungsprüfung: Durch das Auftragen von Wasser – z. B. mit einer Bürste – wird die Saugfähigkeit des Untergrundes geprüft. Das Wasser muss binnen kurzer Zeit vom Untergrund aufgenommen werden. Ist dieses nicht der Fall, kann dies ein Indiz für zu hohe Feuchtigkeit, Trennmittelrückstände, Zementschlämmen oder ähnliches sein.
6. Hammerschlagprüfung: Die Prüfung dient zur Feststellung dünner, harter Schichten über darunter befindlichen weichen Zonen. Die harte Schale in der Oberfläche des Untergrundes bricht bei der Prüfung in Stücken heraus.
7. Gitterritzprüfung: Durch das rautenförmige Einritzen der Oberfläche des Untergrundes mit dem Gitterritz-Prüfgerät kann die Oberflächenbeschaffenheit (Schichten, Härte etc.) beurteilt werden. An den Schnittpunkten dürfen bei gleichzeitiger Ritzbarkeit keine Ausbrüche vorhanden sein.
8. Feuchtigkeitsmessung: Die Feuchtigkeitsmessung ist eine Prüfung zur Bestimmung der Belegreife des Untergrundes. Der maximale Feuchtegehalt für die Verlegung von Fliesen und Platten darf bei Zementestrichen (auf Trennlage oder Dämmung) 2,0 % und bei Calciumsulfatestrichen 0,5 % (unbeheizt) und 0,3 % (beheizt), gemessen mit CM-Messgerät, betragen. Mit elektronischen Feuchtemessgeräten kann zwar eine zerstörungsfreie Messung durchgeführt werden, da jedoch die Genauigkeit nicht gegeben ist, bieten diese allenfalls einen Anhaltswert.
Was versteht man unter Untergrundvorbereitung?
Um haftungsmindernde und nicht tragfähige Schichten, wie z. B. Staub, Schmutz, Schlämpe, Sinterschichten, Anstriche, Spachtelungen etc. zu entfernen, eignen sich mechanische Verfahren, wie z. B. Fegen, Sandstrahlen, Kugelstrahlen, Höchstdruck-Wasserstrahlen, Schleifen, Fräsen etc. Vorhandene Risse im Untergrund müssen vor der Verlegung der Fliesen und Platten mit Reaktionsharz geschlossen werden. Sollten Bewegungen im Rissbereich eines schwimmenden Estriches nicht ausgeschlossen werden können, muss dieser im Fliesen- bzw. Plattenbelag als Bewegungsfuge übernommen werden. Ist dies aufgrund des Rissverlaufes nicht möglich, ist der Riss mit Reaktionsharz zu schließen und daneben eine zum Fliesenraster passende Fuge in den Estrich zu schneiden.
Wozu benötigt man eine Grundierung?
Um die Saugfähigkeit bei stark saugenden Untergründen einzuschränken und auch den Haftverbund bei nichtsaugenden Untergründen zu verbessern, werden – je nach Anwendungsfall und Verlegesystem – Grundierungen auf Basis von Dispersion oder Epoxidharz aufgetragen.
Ist eine Abdichtung im feuchtigkeitsbeanspruchten Bereich unter einem Fliesenbelag notwendig?
Fliesen- und Plattenbeläge sind bedingt durch ihre Verfugung soweit wasserdurchlässig, dass sie in feuchtigkeitsbelasteten Bereichen einer Abdichtung bedürfen, um den Untergrund vor Feuchtigkeit zu schützen. Je nach Beanspruchungsklasse muss das entsprechende System verwendet werden.
Weitere Informationen:
Matrix
Wann kann man auf einen neu eingebauten Zementestrich Fliesen verlegen?
Zunächst muß eine Feuchtigkeitsprüfung durchgeführt werden. Der CM-Feuchtigkeitsgehalt darf bei Estrich auf Dämmung oder Trennlage 2,0 CM % nicht übersteigen. Heizestriche müssen vorab aufgeheizt werden. Bei CT-Estrichen im Verbund entfällt eine Feuchtigkeitsmessung. Zum Verlegen der Fliesen können Dünnbettmörtel wie z.B. AK7P, SOLOFLEX, LIGHTFLEX usw. verwendet werden. Durch die Verwendung des hochflexiblen Fliesenklebers UNIFIX-S3/UNIFIX-2K können auf einem jungen Zementestrich, sobald er begehbar ist, Fliesen verlegt werden. Bei der Verlegung auf jungen Zementestrichen, ist der noch nicht abgeschlossene Abbindeprozess des Estrichs und die daraus resultierende geringere Festigkeit zu berücksichtigen. Es dürfen keine schweren Lasten auf den Untergrund abgestellt werden. Sinterschichten müssen vor dem Verlegen der Fliesen entfernt werden. Das Verlegen der Fliesen auf einen jungen Zementestrich ist als Sonderkonstruktion zu bewerten und mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Was muss ich beachten, wenn ich Fliesen auf einen Calciumsulfatestrich verlegen möchte?
CA-Fließestriche müssen angeschliffen, abgesaugt und wie alle CA-gebundenen Untergründe mit z. B. ASO-Unigrund-K, ASO-Unigrund-GE oder ASO-Unigrund-S grundiert werden. Heizestriche müssen vor den Belagsarbeiten nach den anerkannten Regeln der Technik aufgeheizt werden. Für die Beurteilung der Belegereife ist eine Feuchtemessung mit dem CM-Gerät durchzuführen (CA-Estriche ohne Fußbodenheizung: 0,5 CM %, CA-Estriche mit Fußbodenheizung: 0,3 CM %). Geeignete Fliesenverlegemörtel sind z. B. MONOFLEX-FB-SE, LIGHTFLEX, SOLOFLEX.
Gibt es einen geeigneten Fliesenverlegemörtel, um Fliesen auf einen Calciumsulfatestrich mit erhöhter Restfeuchte zu verlegen?
CA-Fließestriche müssen angeschliffen, abgesaugt und mit ASO-Unigrund-K oder ASO-Unigrund-GE oder ASO-Unigrund-S grundiert werden. Der Feuchtigkeitsgehalt in calciumsulfatgebundenen Estrichen muss vor der Verlegung nach der CM-Methode bestimmt werden. Sollen keramische Fliesen und Platten auf calciumsulfatgebundenen Estrichen mit höheren Feuchtigkeiten als in den aktuellen Regelwerken angegeben verlegt werden, so können max. 1,5 % bei unbeheizten und 1,0 % bei beheizten Konstruktionen akzeptiert werden.
Der zu verlegende Belag muss in diesem Fall einen Mindestfugenanteil von 2 % aufweisen (Fliese 40/40, 4 mm Fuge), bei diffusionsoffenen Fliesen kann der Fugenanteil auch geringer sein. Geeignete Fliesenverlegemörtel: UNIFIX-AEK.
Das Verlegen von Fliesen auf einen noch nicht belegereifen Untergrund ist als Sonderkonstruktion zu bewerten und mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Wie muss ein Gussasphaltestrich beschaffen sein, um ihn mit Fliesen zu belegen?
Um Fliesen auf einen Gussasphaltestrich zu verlegen, muss dieser mind. eine Güte von AS-IC 10 und eine Mindestdicke von 25 mm besitzen. Der Gussasphaltestrich muss zu allen aufgehenden Bauteilen eine Bewegungsfuge von 10 –15 mm aufweisen, die bis in den Oberbelag zu übernehmen ist. Handelt es sich bei dem Gussasphalt um einen neu erstellten Estrich, so ist darauf zu achten, dass dieser voll deckend mit Quarzsand abgestreut ist. Ist dies nicht der Fall muss vor der Abdichtung und Fliesenverlegung der Untergrund mit einem Epoxidharz wie ASODUR-GBM grundiert und im frischen Zustand mit Quarzsand der Körnung 0,2 – 0,7 mm abgestreut werden. Geeignete Fliesenverlegemörtel: UNIFIX-S3-FAST, LIGHTFLEX, MONOFLEX-FB-SE.
Wie kann man Fliesen auf Spanplatten und Dielenböden verlegen?
Holzuntergründe müssen sauber, trocken und tragfähig sein. Holzspanplatten müssen im Verbund verlegt, verschraubt und verleimt sein. Schadhafte Holz-/Holzdielenuntergründe sind auszutauschen, lose Holzdielen fachgerecht zu befestigen (z. B. schrauben etc.). Fugen zwischen Dielenbrettern mit einer geeigneten Acrylfugmasse schließen. An aufgehenden Bauteilen ist ein Abstand von mind. 5 mm durch Anlegen des selbstklebenden Randdämmstreifens RD-SK50 herzustellen.
Eine besonders schnelle und wasserfreie Lösung für gleichzeitigen Ausgleich von Untergründen bietet der leichte Epoxidharzestrich ASODUR-LE. Geeignete Fliesenverlegemörtel: UNIFIX-S3-FAST, LIGHTFLEX, MONOFLEX-FB-SE.
Eine andere Alternative bietet die wärmedämmende Trittschall- und Entkopplungsplatte STEPBOARD 9 mm oder 15 mm. Hier kann der Holzuntergrund im Vorhinein mit der Holzbodenspachtelmasse HSM-11 ausgeglichen werden. Nachdem die Ausgleichmasse trocken ist, verlegt man die Entkopplungsplatte mit einem entsprechenden Fliesenverlegemörtel z. B. MONOFLEX-FB-SE. Die Platten sind im Verband zu verlegen d.h. Kreuzfugen sind auszuschließen. Auf die verlegten STEPBOARD können dann Fliesen mit dem Fliesenverlegemörtel MONOFLEX-FB-SE oder LIGHTFLEX verlegt werden.
Welche Voraussetzung muss ein alter Fliesenbelag erfüllen, bzw. was für Vorbereitungen müssen getroffen werden, um Fliesen auf einen alten vorhandenen Fliesenbelag verlegen zu können?
Der vorherige Fliesenbelag muss fest und tragfähig sein, lose Bereiche sind zu entfernen und mit Zementmörtel MGIII zu egalisieren. Der Untergrund muss gereinigt und alle haftungsmindernden Bestandteile, wie z. B. Kalk, Fett, Schmutz etc. müssen entfernt werden. Risse im Untergrund sind mit Reaktionsharz zu verharzen (ASODUR-K900). Ein Anschleifen des alten Fliesenbelages erhöht die Anhaftung der Grundierung oder Kontaktspachtelung. ASO-UNIGRUND-S ist eine spezielle Schnellhaftgrundierung für saugende und nicht saugende Untergründe. Auf einen vorbereiteten alten Fliesenuntergrund wird ASO-UNIGRUND-S unverdünnt im Kreuzgang mit einer Lammfellrolle aufgetragen. Mit den Fliesenverlegemörtel LIGHTFLEX, SOLOFLEX, AK7P können dann, nach dem Abtrocknen der Grundierung die Fliesen verlegt werden.
Klebstoffreste befinden sich auf einen vorhandenen Zementestrich. Was muss ich tun um Fliesen verlegen zu können?
Wasserlösliche Farben oder Klebstoffreste müssen entfernt werden. Lack- bzw. Ölfarben müssen ggf. angeschliffen werden. Aufsteigende Feuchtigkeit, aus dem Untergrund ist aus zu schließen bzw. zu verhindern. Grundieren der gesäuberten Fläche mit der schnelltrocknenden, quarzgefüllten Dispersionsgrundierung ASO-UNIGRUND-S. Mit den Fliesenverlegemörtel LIGHTFLEX, SOLOFLEX-FAST, MONOFLEX-FB-SE können dann, nach dem Abtrocknen der Grundierung die Fliesen verlegt werden.
Was für Systeme bietet SCHOMBURG um Fliesen und Platten im Außenbereich auf Balkonen und Terrassen zu verlegen? Was muss beachtet werden?
Für die feste Verlegung von Stein und Keramik auf Balkonen und Terrassen ist die Wahl geeigneter Systeme sehr wichtig. Auf Grund der unterschiedlichen Ausdehnung der eingesetzten Materialien kommt es durch die dort auftretenden Temperaturänderungen zu Spannungen im Schichtenaufbau. Diese müssen dauerhaft kompensiert werden, damit es nicht zum Bruch im Schichtenaufbau kommt. Des Weiteren sind die Kantenlängen der Felder dieser Beläge je nach Stärke der Temperaturbelastung auf 2 – 5 m zu begrenzen. Die Felder sollten ein möglichst gedrungenes Seitenverhältnis von bis zu 1:2 besitzen. Ein Gefälle von 2 % muss vorhanden sein bzw. eingebaut werden.
SCHOMBURG bietet zwei Systeme zur Auswahl.
System 1: Abdichtung mit AQUAFIN-RS300 bzw. AQUAFIN-2K/M und die Fliesenverlegung mit dem hochflexieblen, zweikomponentigen Fliesenverlegemörtel UNIFIX-S3 bzw. UNIFIX-S3-FAST.
System 2: Abdichtung mit der ADF-Balkonfolie und Fliesenverlegung mit dem ADF-Systemkleber oder ADF-Systemkleber-FB.
Ein Zementestrich muss vor dem Fliesenverlegen ausgeglichen werden - was empfehlen Sie?
Sollen Zementestriche ausgeglichen werden kommt der Fließspachtel SOLOPLAN 30 zum Einsatz. Dieser wird in einer Schichtdicke von 3–30 mm zum Glätten, Spachteln, Ausgleichen und Nivellieren eingesetzt. Bei Schichtdicken ≤ 20 mm, Beton und Zementestrich mit ASO-Unigrund-GE grundieren. Bei Schichtdicken > 20 mm, Untergründe mit ASODUR-GBM grundieren und mit Quarzsand der Körnung 0,5 –1,0 mm im Überschuss abstreuen. Rand-, Feld-, Gebäudetrenn- und Bewegungsfugen sind zu übernehmen bzw. an vorgesehener Stelle einzubauen und mit geeigneten Mitteln, z. B. Randdämmstreifen RD-SK50, abzustellen! SOLOPLAN-30 ist bei Schichtdicken ≤ 20 mm nach ca. 16 Stunden mit Fliesen und Platten belegbar.
Vorhandene Unebenheiten in einem Calciumsulfatestrich müssen ausgeglichen werden - wie ist die Vorgehensweise?
CA-Estriche müssen angeschliffen, abgesaugt und mit ASO-Unigrund grundiert werden. Rand-, Feld-, Gebäudetrenn- und Bewegungsfugen sind zu übernehmen bzw. an vorgesehener Stelle einzubauen und mit geeigneten Mitteln, z. B. Randdämmstreifen RD-SK50, abzustellen! Eine geeignete Nivelliermasse ist ASO-NM15. ASO-NM15 kann in einer Schichtdicke von 2 mm – 30 mm eingebaut werden.
Ein nicht ebener Gussasphaltestrich soll ausgeglichen werden, was für eine Ausgleichmasse ist geeignet?
Handelt es sich bei dem Gussasphalt um einen neu erstellten Estrich, so ist darauf zu achten, dass dieser voll deckend mit Quarzsand abgestreut wurde. Ist dies nicht der Fall muss vor dem Ausgleichen der Untergrund mit einem Epoxidharz wie ASODUR-GBM grundiert und im frischen Zustand mit Quarzsand der Körnung 0,2 – 0,7 mm abgestreut werden. Der Vorhandene Gussasphaltestrich muss mind. eine Güte von AS-IC 10 besitzen. Bei Gussasphaltestrich der Härteklasse IC10 ist ein Ausgleich bis zu einer Schichtdicke von maximal 10 mm mit der Nivelliermasse ASO-NM15 möglich. Der Gussasphaltestrich muss zu allen aufgehenden Bauteilen eine Bewegungsfuge von 10–15 mm aufweisen, die bis in den Oberbelag zu übernehmen ist.
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