Rehazentrum - Nervenklinik in Schwerin
Die psychiatrische Klinik in Schwerin (Jahrhundertwende) beherbergte bis Anfang der 90er Jahre eine Poli-Klinik, nur zwingend notwendige Erhaltungs-Maßnahmen wurden betrieben. Nach der Wende sollten die Gebäude mit möglichst geringem Aufwand "auf westlichen Stand" gebracht werden. Hierzu gehörte auch die Nutzungsänderung von Gebäudeteilen. Schon während der Planungsphase wurde die Firma SCHOMBURG um Hilfe zwecks Beseitigung der Feuchtigkeit im Keller gebeten mit der Aufgabe, die Trockenlegung so vorzunehmen, dass die Räume hochwertig genutzt werden konnten. Eine Bauschadensanalyse ergab nach Freilegung von Wand- und Bodenflächen folgendes Bild:
Boden:
Ziegelsteinschicht auf Sandbettung.
Wand:
Erdberührte Teile Feldsteinmauerwerk, oberhalb Ziegelsteinmauerwerk.
Decke:
Tonnengewölbe auf Ziegelsteinmauerwerk.
Horizontalabdichtung:
Oberhalb des Feldsteinmauerwerks, bestehend aus Bitumenpappe, die jedoch nicht mehr funktionstüchtig war.
Sockel:
Im Erdreich nicht abgedichtetes Feldsteinmauerwerk, Ziegelsteinmauerwerk verputzt mit Natursteinplatten abgedeckt. Starke Putzschäden wegen aufsteigender Feuchtigkeit und undichter Dachentwässerung (Regenfallrohre, Dachrinnen). Das gesamte Mauerwerk mit Putz war mit Feuchtigkeit gesättigt; außerdem befanden sich auf der Oberfläche des Putzes Salzkristalle. Um die Konzentration der Salzbelastung im Labor zu bestimmen, wurden Mörtel- und Ziegelsteinproben entnommen. Ergebnis: Bauschädliche Salze, Chloride, Sulfate und Nitrate in erhöhtem Maße. Aus weiter zusammengetragenen Erkenntnissen konnte folgender Instandsetzungsvorschlag erarbeitet werden:
Innenwand:
Entfernung des gesamten Putzes von der Decke und Entfernung des alten Bodenbelages mit Ausschachtung des darunter befindlichen Sandbodens; Erstellen eines Installationskanales und Einbringen einer neuen Stahlbetonsohle auf einen vorhandenen Sandboden; Abdichtung des Kanales und der Sohle mit "AQUAFIN-2K" zur Vermeidung von kapillar aufsteigender Feuchtigkeit; Aufbringen eines schwimmenden Estrichs und darauf ein Parkettboden.
Wandflächen:
Da über die Fugen Feuchtigkeit eindrang, mussten sie ca. 3 - 4 cm tief ausgestemmt werden. Eine Nachverfugung erfolgte mit THERMOPAL-SR22 Sanierputz. Oberhalb des Feldsteinmauerwerks wurde eine nachträgliche Horizontalabdichtung im Bohrlochverfahren eingebracht. Die Mauerwerksflächen oberhalb des Feldsteinmauerwerks wurden mit einer salzumwandelnden Maßnahme mitESCO-FLUAT unterzogen. Nachdem die Salzkristalle sauber und trocken entfernt wurden, war ein halbdeckender Zementspritzbewurf aufzutragen. Darauf musste, wegen der noch auszutrocknenden Flächen ein ca. 2 cm dicker Sanierputz aufgetragen werden, der wiederum die Aufgabe hatte, die noch wandernden bauschädlichen Salze während der Austrocknung des Mauerwerks in sich zu speichern, ohne das diese ihren Kristalldruck ausbauen konnten. Auf die Oberfläche kam ein Spritzputz. Die farbliche Gestaltung geschah mit ADICOR-SK, ein Silikatanstrich, der die Wasserdampfdiffusion der Wand nicht einschränkt.
Außen:
Das erdberührte Mauerwerk wurde freigelegt, gesäubert, und es wurde eine Stahlbetonschale vorbetoniert, die man außen mit AQUAFIN-2K abgedichtet hat. Dann folgte Perimeterdämmung, die wasserbeständig ist. Die Sockelflächen oberhalb des Erdreiches wurden wie innen mit Sanierputz THERMOPAL-SR22 neu gestaltet. Schließlich fugte man die Stöße nach und imprägnierte insgesamt mit ASOLIN-WS gegen Schlagregen.
Nach der Sanierung sind in den Kellerräumen Röntgengeräte, Therapieräume und Dienstleistungsbetriebe eingerichtet worden.
Das Bauzentrum 3/96
Anwendung:
Abdichtung
Horizontalsperre
Objektgröße: ca. 500 m²
Eingesetzte Produkte:
AQUAFIN-2K
AQUAFIN-F
ASOLIN-WS
ESCO-FLUATAusführungszeitraum: 1996
Ort: Deutschland / Schwerin
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